Eschi und Eli machen Ferien

„Pause von zu Hause“

Eschi und Eli machen Ferien (c) Eschi
Datum:
Mi 24. Jun 2020

Wütend stapft Eschi nach Hause. Es ist der letzte Schultag und normalerweise hätten Mama und Papa ihn jetzt mit einem vollgepackten Wohnmobil von der Schule abgeholt und sie wären direkt ans Meer gefahren – in Urlaub oder wie es auch heißt, um „Pause von Zu Hause“ zu machen.

Aber nix davon – stattdessen sechs lange Wochen zu Hause. Wegen dem blöden Corona hat Papa gesagt, es wäre besser, wenn sie zu Hause bleiben.

Eschi tritt feste gegen einen Stein, aber das hilft auch nichts, jetzt tut ihm zu allem anderen auch noch der Fuß weh. Dicke Tränen rollen aus seinen Augen, er kann nichts dagegen machen.

Da bekommt er von hinten einen Schubs. Wutentbrannt dreht er sich um und will auch schubsen, und … schaut in das Gesicht seines Freundes Eli.

„Mensch, Eschi, sei doch nicht so mutlos und traurig. Es kann doch auch hier ganz schön werden. Ich bleibe doch auch zu Hause. Wir denken uns einfach jeden Tag etwas Neues aus, was wir sonst nicht machen. Mama hat mir schon ein Buch gekauft, da stehen ganz tolle Vorschläge drin: Wie man ein Baumhaus baut, wie man einen Cowboy – und Indianertag gestaltet, wie man ein Floß baut und noch viel mehr. Und Papa hat mir schon versprochen, dass er mir hilft, wenn ich etwas aus dem Buch nachbauen will.

Und weißt du was? Heute Nacht darfst du bei mir schlafen, als Überraschung für dich. Das haben deine und meine Mama besprochen, als sie letztens zusammen Kaffee getrunken haben.“

Eschi blinzelt, denn immer noch kommen ein paar Tränen. Es ist aber auch zu schwer, weil er sich doch soo auf das Meer gefreut hatte. Aber er versteht, dass Eli ihn trösten und aufmuntern will und so tut er seinem Freund den Gefallen und wischt die letzten Tränen aus dem Gesicht.

Tapfer lächelt er und sagt: „Danke Eli, du bist super, und ja, wir machen ganz viel zusammen. Vielleicht werden es ja doch schöne Ferien. Die Hauptsache ist ja, dass wir fast immer tun können, was wir wollen und heute fangen wir damit an, wenn ich bei dir schlafe.

Soll ich meine Taschenlampe auch mitbringen?“

Eli ist so froh, dass Eschi nicht mehr weint und sagt fröhlich: „Natürlich, und Papa hat erlaubt, dass wir im Schuppen schlafen – auf Luftmatratzen.“

„Super, Eli, dann laufe ich jetzt nach Hause und packe alles zusammen.“

Und schon rennt Eschi davon und auch Eli beeilt sich, dass er nach Hause kommt. Er muss ja noch den Schuppen freiräumen.

Als Eschi zu Hause ankommt, reibt er sich verwundert die Augen. Was ist denn in seinem Garten los. Zwischen den beiden großen Bäumen hängt eine riesige Plane und er hört Motorengebrumm.

Er ruft: „Papa, Mama, was ist im Garten los? Wird da noch ein Haus gebaut. Aber das geht doch nicht, wo soll ich denn dann die ganze Zeit spielen?“ Und schon wieder kommen die dummen Tränen.

Geht denn jetzt wirklich alles schief?

Mama kommt ihm entgegen, nimmt ihm den Schulrucksack ab und stellt ihn in den Schrank. Dabei sagt sie: „So, der hat jetzt erstmal Pause – den brauchst du sechs Wochen lang nicht.“

Sie gibt Eschi ein großes Paket und sagt: „Willkommen in den Ferien! in dem Paket ist etwas, was du die nächsten sechs Wochen dringend brauchen wirst.

Und nein – im Garten wird natürlich kein Haus gebaut, sondern etwas ganz anderes. Aber das ist noch eine Überraschung. Die ist aber erst morgen fertig, und damit du nicht schon vorher herausbekommst, was das ist, gehst du gleich zu Eli und ab morgen Mittag fangen dann deine Ferien zu Hause an!“

Eschi versteht gar nichts, aber er packt jetzt zuerst einmal das Paket aus. Zum Vorschein kommt ein großer Rucksack. – Was soll er denn jetzt damit? Verreisen ist doch nicht…!
Ratlos schaut er Mama an und sie sagt: „In dem Rucksack ist noch etwas. Schau mal nach!“
Erwartungsvoll macht Eschi den Rucksack auf und… findet einen Schlafsack und eine nagelneue Taschenlampe und… ein blitzendes Taschenmesser.

Fragend schaut er seine Mama an. Das hatte er sich doch für die Ferien am Meer gewünscht. Mama sagt: „Das sind schon mal die Vorboten für deine Ferien „Pause von Zu Hause“. Für den Rest musst du bis morgen warten. und jetzt ab zu Eli, deine gepackte Tasche steht schon im Auto.“

Eschi schluckt aufgeregt und sagt: „Muss ich wirklich bis morgen warten? Kann ich nicht heute…?“ aber Mama unterbricht ihn und sagt: „Nein, leider musst du dich wirklich noch gedulden – bis morgen.“

Eschi sagt: „Na gut, ich hoffe, ich schaffe das. Darf ich denn die neue Taschenlampe mit zu Eli nehmen?“
Mama nickt und beide gehen zum Auto.

Nach einer lustigen Nacht in Elis Schuppen wartet Eschi ungeduldig, dass Mama ihn holen kommt. Und Eli staunt nicht schlecht: Als er sich von Eschi verabschieden will, kommt seine Mama und drückt ihm auch ein Paket in die Hand und was findet er? Einen großen Rucksack, darin einen Schlafsack, eine nagelneue Taschenlampe und ein blitzendes Taschenmesser – genau wie Eschi.

Fragend schaut Eli seine Mama an. Sie lacht und sagt: „Das ist der zweite Teil der Überraschung für eure Ferien „Pause von Zu Hause“. Wenn du magst, kannst du mit zu Eschi fahren und dort ein paar Tage bleiben, weil Papa und ich zu Oma fahren müssen, um ihr beim Umzug zu helfen. Du wolltest ja nicht mitfahren, weil du dann Eschi nicht gesehen hättest. Deine Tasche habe ich schon gepackt.“

Freudestrahlend fallen sich die beiden Freunde in die Arme. Die Ferien fangen ja viel besser an als erwartet.

Nach kurzer Fahrt mit dem Auto kommen die beiden bei Eschi zu Hause an.
Eschis Mama sagt: „So, ihr beiden, ihr geht jetzt direkt in den Garten, durch das Gartentor.“
UND DA WARTET DIE GROSSE FERIENÜBERRASCHUNG!!!

Aus dem Garten ist eine Insel geworden: Unter den großen Bäumen ist ein Gartenteich entstanden und drumherum liegt ganz viel Sand verteilt. Zwei Liegestühle stehen am Rand des Teiches und ein Sonnenschirm sorgt für Schatten. Auf der Restwiese steht ein großes Zelt und ein Platz für ein Lagerfeuer ist auch vorbereitet.

(Damit es auch deine Ferieninsel werden kann, denk dir selbst noch etwas aus, was man auf der Insel finden kann!)

Eschi und Eli stehen mit offenen Mündern da und staunen, damit haben sie überhaupt nicht gerechnet.
Sie schauen und schauen und schauen… und dann entdeckt Eschi Muscheln im Sand.
Es sind die Muscheln, die er bei den letzten Urlauben am Meer gesammelt und in seiner Piratenkiste im Zimmer verwahrt hat.

Er nimmt eine große Muschel in die Hand, er riecht daran und sagte freudestrahlend: „Jetzt haben wir hier zu Hause ein Mini-Meer. Jetzt gibt es doch noch die „Pause von Zu Hause“. Komm, Eli, wir ziehen jetzt ans Meer.“

Damit öffnet er den Reißverschluss vom Zelt und Eschi und Eli ziehen mit ihren Rucksäcken in die Ferien. Welche Abenteuer sie dort wohl erleben werden?
Eschi dreht sich noch einmal um und ruft seinen Eltern zu: „Wir sind dann mal weg. Aber wir schreiben euch viele Postkarten, damit ihr wisst, was wir erleben.“
Mama und Papa nicken und lachen. „Ja, macht das mal. Wir sehen uns.“

Jetzt hat Eschi noch eine Bitte an euch Kinder aufgeschrieben: Liebe Kinder,

ich muss ja leider wegen dem blöden Corona zu Hause bleiben und wäre doch soo gerne weggefahren. Jetzt habe ich mir etwas überlegt:

Könnt ihr mir aus euren Ferien eine Postkarte schreiben? Dann habe ich etwas zu lesen und kann mir auch vorstellen, da zu sein, wo ihr seid und vielleicht in meiner Phantasie das erleben, was ihr erlebt. Das fände ich ganz toll und würde mich sehr darüber freuen.

Und ich sage jetzt schon einmal danke und verspreche euch, dass ich auch zurückschreibe.

Euer Eschi

Vielleicht habt ihr ja Lust, Eschi eine Postkarte aus euren Ferien zu schreiben und sie ihm dann zu schicken.

Das ist seine Adresse:

Eschi – Kinder – und Familienkirche
Dürwißer Kirchweg 1b
52249 Eschweiler

In Dürwiß in der Kirche findet ihr Postkarten, die schon vorbereitet sind. Die könnt ihr euch holen und an Eschi schreiben. Ihr könnt natürlich auch eine andere Postkarte nehmen. Vergesst aber nicht, euren Absender auf die Karte zu schreiben, denn Eschi will ja auch zurückschreiben und dazu braucht er eure Adresse.

Eschi und Eli machen Ferien

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